Unglaublich ich habe tatsächlich fast 12 Stunden am Stück in meinem Zelt geschlafen. Es war der erste Morgen an dem mich die Sonne geweckt hat.

Unterwegs habe ich mir überlegt eigentlich könnte ich heute bis Fairbanks fahren. Habe meinen Host Cliff angerufen – yes no problem – war die Antwort.

Die ersten 50 km waren easy – habe im Nenana in einem skurrilen Lokal meine Energiespeicher aufgefüllt und weiter in Richtung Fairbanks.

Gottseidank wusste ich nicht was mich erwartete – ein endloses Auf- und Ab – am Ende waren es rund 1500 hm, das ist mit der vollen Ladung kein Pappenstiel. Belohnt wurde ich durch traumhafte Ausblicke und immer mehr Grün hier in „Interior Alaska“.

Cliff erwartet mich am Stadtrand von Fairbanks mit seinem Pick-Up und brachte mich zu dem Haus der Familie Moore – ziemlich weit außerhalb und ganz weit oben auf dem Cranberry Ridge.

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Der Typ vom Bluesberry Inn hier in Cantwell (max. 100 Ew.) sah genau so aus, wie die Westernfigur Fuzzy in meiner Jugend – ich habe mich nicht getraut ihn zu fotografieren.

Übrigens habe ich gestern auch mein erstes wildes Tier gesehen, einen Wolf, lag allerdings tot am Straßenrand, war wohl auch nicht wirklich lange her.

Heute morgen hat es richtig schön geschneit. Mein Forecast zeigte mir ab 1/2 10 wird es trocken. Habe es langsam angehen lassen und grosses Radlerglück erlebt, Wind von hinten und ganz viel bergab – trotzdem ging es auch immer mal rampenartig hinauf – am Ende kamen immerhin auch wieder 750 hm zusammen.

Die meiste Zeit bin ich parallel zum Nenana-River gefahren, gleich nach dem Park-Entrance zum Denali Nationalpark durchbricht der Fluß eine Art von Canyon und da gab es auch die ersten Touristen auf der Tour.

Tierisch gesehen habe ich eine Elchkuh mit Kind und einen toten Bären.

Gegen 19 Uhr bin ich direkt am teilweise noch schneebedeckten Nenana auf einer Camping-Site gelandet. Ich bin der einzige Gast weit und breit – es sind auch noch kaum Wohnmobilisten unterwegs. Radfahrer habe ich auch noch keinen getroffen – ist halt echt schon noch sehr (zu) früh.

Morgen mache ich einen kurzen Tag um am Donnerstag in Ruhe am Nachmittag in Fairbanks einzutreffen.

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Guter Start heute Morgen. Kein Wind und trocken, aber frisch.

Nach Erreichen des südlichen Eingangs zum Denali State Park gönne ich mir ein opulentes zweites Frühstück. Die nächsten 100 km gibt es keine Restauration mehr. Also leben aus der Biketasche.

Gerne hätte ich irgendwo mein Zelt eingesetzt, aber keine Chance, der Schnee liegt teilweise noch Meter hoch neben der Straße. Kein einziger Campingplatz ist begehbar an wild zelten war garnicht zu denken. Es wurde ein sehr langer und mit rund 1800 hm auch total anstrengender Tag.

Die Panoramen sind einfach unglaublich. Schnee- und eisbedeckte Berge in unzählbarer Menge.

In Cantwell ist außer der Tankstelle und dem Food-Market noch garnichts geöffnet. Habe einen Typen becirct, dass er mir trotzdem in seiner „Lodge“ ein Zimmer gibt. Es war auch höchste Eisenbahn, um 21:30 Uhr wird es trotz der Tageshelle empfindlich kalt.

Jetzt alles gut – die Dusche war heiß und das Bett ist warm.

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In meinem Zelt hatte ich heute Morgen 2 Grad Celsius. Mein Fahrrad und meine am Rad verbliebene Ausrüstung war gefroren. Mein Schlafsack hat sich wieder bewährt – kuschelig warm.

Ein glasklarer und strahlend blauer Morgen erwartet mich. Nach einer Meile sehe ich ihm zum ersten Mal, seine Majestät Denali, seit vierzehn Tagen hatte er sein Haupt verhüllt und jetzt entfaltet er seine ganze Pracht, der höchste Berg Nordamerikas.

Nach drei Meilen verlasse ich den Parks Highway und rolle ins Paradies von Elaine Dinneford. Eine knapp 70jährige Lady wohnt hier alleine mit 19 Alaskan Huskies in einem coolen Haus mit unendlichen Ausblicken.

Wir füttern die Hunde zusammen, dann wird mir jeder einzelne vorgestellt und ich muss sie alle streicheln. Unglaublich – einige von Ihnen sind älter gewordene Teamhunde von Iditarod-Mushern.

Ich verbringe den ganzen Vormittag mit Elaine, wir frühstücken zusammen und reden über Gott und die Welt.

Eine meiner bisher schönsten Begegnungen auf meinen vielen Touren der letzten Jahre.

Schweren Herzens fahre ich zurück auf den Highway und werde in den nächsten Stunden dafür mit dem unendlichen Panorama, des langsam näher kommenden Riesen, belohnt.

Gleich beim Losfahren meldet sich der Wind und signalisiert mir, mal heftig – mal weniger heftig, dass wir heute keine Freunde werden. Gegen 18 Uhr reicht es mir und ich nehme ein Zimmer im Trapper Creek Inn. Glück gehabt, die Lady war gerade dabei Feierabend zu machen.

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Guter Start in den Tag beim Frühstück mit Jessica und Mark. Besser hätte ich nach dem Aufenthalt in Anchorage nicht meine Tour beginnen können.

Gegen 9 Uhr mache ich mich auf den Weg in meinen ersten echten Radtag hier in Alaska. Die ersten 25 km waren super auf einem tollen Bike-Path.

Später ging es auf dem breiten Standstreifen des vielbefahrenen Highways bis nach Wasilla. War jetzt nicht wirklich prickelnd, aber es ging voran. Aktuell mache ich Pause in einem Starbucks.. Mal sehen was der Nachmittag bringt.

Das Wetter heute ist okay – bewölkt um die 12 Grad mit mäßigem Wind.

In Houston habe ich mir ein Eis gegönnt. Eher unspektakulär ging es mäßig auf und ab auf dem Parks Highway. Houston und Willow, die beiden einzigen „Ansiedlungen“ hinter Wasilla, haben jeweils so um die fünf Häuser im „Zentrum“.

Rund 100 km sollten genug sein für den ersten richtigen Biketag und so habe ich jetzt mein Zelt am Willow Creek auf einer Campsite stehen.

Just als mein Zelt stand rief mich eine Kontaktadresse von warmshowers.org an und lud mich für eine Nacht ein. Das habe ich leider ablehnen müssen – allerdings bin ich morgen zum Frühstück eingeladen. Auch nicht schlecht.

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