War gestern der Tag an der Küste mit unendlichen Ausblicken, so war heute rund 70 km nur Wald, einige Seen und Dünen.

Zwar riesige Bäume und ursprüngliche Natur auf diese Länge jedoch schon ein bisschen langweilig.

Das änderte sich schlagartig hinter North Bend. Vorher musste wieder eine kleine „Monsterbrücke“ bewältigt werden. Diesmal war ich schlauer und habe die Fahrspur für mich reklamiert, so daß ich nur passiert werden konnte ohne Gegenverkehr. Es gab kein Gehupe und keine Beschwerden.

Es ging wieder an die Küste und vor lauter Begeisterung habe ich den richtigen Abzweig verpasst. Als ich oben am Cap Argoa ankam wurde ich mir dessen bewusst. 10 km in die falsche Richtung und zur Umkehr gezwungen hat mich bewogen auf dem Campground der Sunset Bay mein Lager aufzuschlagen.

Netter Platz – gerade als mein Feuerchen brannte kam Pontus, der Schwede von vorgestern angeradelt und wir haben ein paar unterhaltsame Stunden gemeinsam verbracht.

Morgen ist Unabhängigkeitstag hier in den Staaten und es bedarf besonderer Umsicht auf den Straßen wird erzählt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Heute Morgen habe ich Brasilien gegen México geguckt – aber immer auch mit einem Auge nach den Walen in der Bucht gesehen.

Super Frühstück im Hotel (total unamerikanisch) und gleich ging es wieder gute 150 Höhenmeter hinauf. Am Ende des Tages waren es runde 1200 Meter.

Es war ein toller Biketag – im wesentlichen immer an der Coast Line rauf und runter – traumhaft, dazu einen frischen Tailwind – da macht Radfahren Spaß. Ein paar imposante Brücken und ein Tunnel waren auch noch dabei.

In Waldport habe ich Briefmarken im US-Postoffice gekauft. Es ist unglaublich mit welcher Geduld die Amerikaner anstehen. Gefühlte 30 Minuten hat das gedauert bis ich meine Briefmarken hatte. Interessant sind für mich auch immer die Preise für den Versand einer Postkarte international.

In Deutschland sind das 0,90 € – hier $ 1,15 und in Kanada $ 2,50.

In Florence habe ich mir Abendessen und Frühstück bei Fred Meyer geholt und ca. 5 km südlich bin ich auf einem riesigen Campground gelandet – mit relativ kleiner Hiker/Biker-Area. Außer mir ist noch ein pensioniertes Pärchen aus Kanada und ein Amerikaner, der in Jordanien lebt vor Ort. Ein bisschen Smalltalk und ab in den warmen Schlafsack. Bin doch etwas müde heute.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Als ich aufwache – Cape Lookout im totalen Nebel – es war kein richtiger Regen, aber trotzdem war das Camping-Equipment klatschnass.

Wenig später war ich auch klatschnass, zum einen galt es gleich mal 300 Höhenmeter zu bewältigen und zum anderen wurde die Brause voll aufgedreht – gottseidank nicht wirklich kalt.

Das tolle war, als ich auf der anderen Seite des Kaps unten ankam, schien die Sonne. Habe mir erstmal am Sand Lake einen Kaffee gegönnt, dabei haben mir zwei alte Herren versucht zu erklären, dass Donald Trump ein toller Präsident sei. Ich habe sehr höflich nicht widersprochen.

Der Radtag war gemischt – 20 km auf einer tollen Straße heftig bergauf ohne Verkehr. Später auf der 101 – speziell um Lincoln City herum – sonntäglich sehr intensiv. Ein Stück bin ich mit Pontus gefahren, einem jungen Schweden aus Stockholm, der von Vancouver nach Tijuana radelt.

Zwischendurch hatte ich noch die komplette Trockenarie absolviert, da ich heute Abend ein Hotel auf der Agenda habe, da ich morgen früh Brasilien – México gucken will.

In Depoe Bay habe ich das letzte Zimmer im Channel House bekommen. Der Hammer ist, dass ich vom Bett aus einen super Blick auf die Bucht habe und da tummeln sich aktuell ca. 5 – 7 Humpback-Wale – leider bekomme ich die mit dem IPhone nicht fotografiert.

In der lokalen Brewing Company gönne ich mir ein bisschen Seafood und ein leckeres IPA.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Grandioses Fußballspiel heute morgen um 7:00 Uhr geguckt – Frankreich – Argentinien 4:3.

Anschließend kleines Frühstück am Strand – on the road gab es noch ein Stück Pizza und kurz vor dem Campground ein paar Austern.

Im Prinzip bin ich heute nur um die riesige Tillamook Bay herumgefahren. Die Gegend hier ist berühmt für ihren Käse. Die „Creamery“ ist ein Magnet – da waren hunderte von Leuten – da bin ich gleich wieder geflüchtet.

Nach rund 70 km habe ich mich um 1/2 4 Uhr für den Campground am Cape Lookout entschieden. Die Alternative wären weitere 50 km gewesen – mit einem richtigen Berg dazwischen.

Das hebe ich mir für morgen auf. Ich habe auch keine Eile – heute in zwei Wochen will ich in San Francisco sein – warum hetzen.

Mein Zelt steht jetzt herrlich mitten im Wald – der Pazifik rauscht und das Wetter ist super.

Mittlerweile werden es auch mehr Radfahrer, was dazu führt, dass manche nicht mal mehr grüßen.

Die Hiker/Biker Areas auf den Campgrounds sind super, du hast fast immer einen Tisch, zwei Bänke und ein Fire-Pit. Das Prinzip ist „first come, first serve“ was die Plätze angeht. Die Preise variieren so zwischen 8 € (heute) und 15 €.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ein toller Tag hat sich heute entwickelt. Im Gegensatz zu gestern habe ich nach 4 km in Ilwaco in der Morgensonne gefrühstückt.

Die Beine waren gut und ziemlich bald hat sich die Astoria Mergler Bridge gezeigt. Ein wahres Monster – über 6 km lang über den Columbia River und einem 7% igen Steilstück zum Ende hin. Garniert mit einem megaschmalen Streifen am rechten Rand und natürlich mit heftigem Verkehr.

Ich war ziemlich froh als ich unbeschadet auf der anderen Seite in Oregon angekommen bin. Der Kaffee in einem sehr netten Café war erstens sehr gut und zweitens total verdient.

Gleich hinter Astoria war nochmal eine Brücke, die war aber nur ca. 2 km lang und nicht so gefährlich.

Jetzt war ich also an der so toll beschriebenen Oregon Coast angekommen und in der Tat die Views auf die Küste sind schon gigantisch. Hinter jeder Kurve gab es ein neues Postkartenmotiv.

Der einzige Wermutstropfen war, dass ich dreimal von 0 auf 180 m hinauf musste – hat sich aber echt rentiert.

Manzanita war angepeilt mit einer State Campsite. Ich rolle in das Örtchen – Freitagnachmittag – toller Sonnenschein und tosender Pazifik und mein Blick fällt auf den Manzanita Inn mit dem Schild „Vacancy tonight“. Da frage ich mal war so der Gedanke – ging alles am Telefon – zu teuer – plötzlich kommt ein Angebot mit 30 % Discount um die Ecke. Deal – anstelle Zelt und Campingplatzdusche – schönes Zimmer mit Jacuzzi und Himmelbett.

Und als Draufgabe morgen früh um 7 Uhr Frankreich – Argentinien.

Im Pub um die Ecke leckere Austern gegessen, zwei schöne IPAs getrunken und dann zum Sunset an den Strand.

Diese Diashow benötigt JavaScript.