Category: ARCHIV RADTOUREN


Von der Maas bis an die Memel ….

In Memel dem heutigen Klaipėda bin ich am frühen Nachmittag angekommen. Die Strecke von Palanga bis ins Zentrum von Klaipėda war ein einziges „Genußradeln“. Ein Super-Radweg durch die herrlichen Kiefernwälder dieser Region.

Klaipėda wird dominiert von seinem Passagierhafen und riesigen Werften. Das wichtigste aber ist die permanente Fährverbindung hinüber auf die Kurische Nehrung. Da wollte ich übrigens auch immer mal hin.

Nach Platzierung in einem zentralen Hotel bin ich zur Fähre und ohne Gepäck (welch eine Leichtigkeit) mit dem Rad hinüber nach Smyltinė auf die Kurische Nehrung gefahren. Der Strand ist dort so breit und flach dass man kilometerweit sehr gut mit dem Fahrrad fahren kann. Ich habe dies ausgiebig genossen und bin später auf wieder endlosen Wegen hinter den Dünen bis nach Juodkrantė, einem ehemaligen Fischerdorf auf der Haffseite geradelt.

Habe beim Abendessen die Zeit etwas aus den Augen verloren, so dass ich zunächst bei herrlicher Abendstimmung, später sehr einsam in die Dunkelheit kam. Gottseidank gehen die Fähren bis weit in die Nacht hinein ( Überfahrt dauert 10 Minuten).

Trotz beabsichtigtem „Easy going“ heute bin ich doch wieder auf gute 100 km gekommen. Die waren es heute allerdings km für km wirklich wert.

 

Heute bin ich genau vier Wochen unterwegs, das ist kaum zu glauben. Diesen Tatbestand gilt es zu „feiern“, deswegen ist absolutes „easy going“ angesagt.

Durch herrliche Kiefernwälder bin ich entlang des Strandes hier nach Palanga gerollt. Das ist so etwas wie das Westerland von Litauen. Wunderschöner Strand aber ein großer Menschenauftrieb.

Gerade habe ich mir eine leckere Portion des litauischen Nationalgerichtes „Cepelinai“ gegönnt. Wer ohne zu googeln weiß was es ist, kann das ja posten.

Ich werde jetzt ein bisschen Strand genießen und dann heute in Klaipeda übernachten.

 

Es war ein wunderbar sonniger Nachmittag, nicht allzu heiß, perfekt zum Radfahren. Aus Liepāja hinaus führte mich wieder ein perfekter Radweg entlang des Strandes.

Aber irgendwann war Schluß mit lustig und es ging auf der A 11 stramm nach Süden in Richtung Litauen. Zwischendurch noch ein kleiner Abstecher nach Bernāti, dem westlichsten Punkt Lettlands. Gegen 19:30 Uhr bin ich „an der Grenze“. Heute vor einer Woche bin ich bei Aināzi nach Lettland gekommen und eine Woche später habe ich die komplette Küste Lettlands (rd. 600 km) abgefahren und zwei interessante Tage in der Landeshauptstadt Riga verbracht.

Mit Litauen bin ich jetzt im vierten Land meiner Sommertour 2012 angekommen.

Šventoji ist ein großer Sommerferienort mit endlosem Sandstrand und heute am Sonntagabend sind Menschen ohne Ende unterwegs (bin ich nicht mehr gewöhnt).

Gottseidank habe ich ganz am Ende ein wunderbares ruhiges Grundstück zum Campen gefunden.

Ein Bier kurz nach dem Sonnenuntergang (geht jetzt hier oben kurz nach 21 Uhr unter) am menschenleeren Strand und jetzt ein tiefer Schlaf nach dem doch ziemlich „langen Ritt“ heute.

 

Spät losgefahren, aber trotzdem flüssig vorwärts gekommen. Guter Tipp unterwegs von zwei deutschen Radlern nicht die Schotterstrecke an der Küste zu fahren.

Hier in Liepāja (hieß mal Libau), der immerhin drittgrößten Stadt Lettlands, ist es ein wenig trostlos am Sonntagnachmittag. Die Stadt mit ihrem Kriegshafen spielte im 2. Weltkrieg eine wichtige Rolle. Später haben die Russen im Stadtteil Karosta wichtige militärische Einrichtungen unterhalten. Ist alles dem Verfall preisgegeben.

Ein kurzer Essenstopp gibt mir Gelegenheit den kenianischen Dreifacherfolg im olympischen Marathon live mitzuerleben.

Fahre jetzt weiter nach Süden in Richtung Litauen, solange ich heute Lust zum Fahren habe.

 

Sehr langsamer Start in diesen herrlich frischen und sehr sonnigen Sonntag. Ich genieße noch eine Tasse ausgezeichneten Capuccino bevor ich mich nach Liepaja aufmache und damit dann schon fast die Grenze zu Litauen erreiche.

In einem richtigen Bett schläft es sich doch etwas besser als in meinem schönen Zelt.