Ruhetag hier im Björkudden Hotell
32 km / 351 hm / 2:04 h – Gesamt 2003 km / 11264 hm / 122:04 h
Ganz langsam bin ich in den – wieder herrlichen – Sommertag gestartet. Nach dem mein „Vaude Odyssey“ komplett trocken wieder verpackt war, bin ich entspannte drei Kilometer nach Härnösand geradelt und habe dort in aller Ruhe gefrühstückt.
Klar war, dass mich der Weg wieder auf die E 4 führen wird. Der spannende Punkt war dabei, ob ich über die knapp zwei Kilometer lange Högakustenbron fahren kann oder rund 25 km Umweg fahren muss.
Irgendwann kam dann tatsächlich das Verbotsschild, welches ich allerdings nicht zur Kenntnis nahm und sehr zu meiner Freude bot sich mir ein exzellenter Randstreifen für die Weiterfahrt an. Es gab auch kein Angehupe von hinten, mit Ausnahme eines „deutschen Oberlehrers“.
So stellte sich mir die Brücke in den Weg.
So sah mein Blick vom höchsten Punkt aus, an welchem ich exakt die 2000 km-Marke erreicht habe.
Und so sieht sie von der Seite aus.
Tausend Dank an Klaus Hofmann. Ich bin hier in Björnkuddens Hotell in einem kleinen Paradies angekommen und werde dies die nächsten Tage genießen.
Nach einem leckeren Salat zu Mittag, werde ich jetzt mal ausgiebig den „Blauen Elefanten“ pflegen, das hat er verdient und anschließend mich in der Sauna selbst pflegen.
128 km / 1008 hm / 8:28 h – Gesamt 1971 km / 10913 hm / 120 h
Fronleichnam gibt es in Schweden nicht. Anscheinend wurden irgendwann mal die meisten Feiertage eingesammelt und dafür gibt es am 6. Juni den Nationalfeiertag, das hat mir ein Typ erzählt !?
Die Nacht auf dem Gelände des Bauernhofes war Klasse, ich habe zum ersten Mal komplett mitgekriegt, dass es eigentlich nicht wirklich dunkel wird. Faszinierende Farbspiele und Eindrücke.
Heute morgen bin ich dann in einen Hochsommertag gestartet. Die E 4 hat einiges meiner Konzentration abverlangt, allerdings waren es dann 55 km hierher nach Sundsvall, die verschiedenen Radrouten hätten gerne das doppelte benötigt.
Sundsvall gefällt mir sehr gut. Ganz viel sommerliches Leben in der Stadt. Ich genehmige mir eine ausgiebige Pause und dann führt mich der Weg weiter nach Norden.
Das muntere Provinzen sammeln ging auch weiter. Jetzt bin ich in Västernorrland angekommen.
Beim Ausfahren aus Sundsvall ist mir dann irgendwie mein Motto begegnet.
Der Weg hierher nach Härnösand war sehr anstrengend. Es gab keine Alternative zur E 4, außer anstelle der 128 km ungefähr 180 km zu fahren. Nachdem die Topographie hier im Rückraum der Küste sehr wellig ist, habe ich dann die Gefahren der E 4 auf mich genommen. Ich vermute die werde ich noch einige Tage immer wieder mal unter den Rädern haben.
Morgen sind es maximal 50 km bis zu meiner 2000er Pause. Mein Freund Klaus Hofmann, der seit einigen Jahren sehr viel hier in Schweden zu tun hat, hat mir hier in der Nähe ein Quartier besorgt, da freue ich mich morgen drauf. Ich werde am Samstag nicht fahren ggf. auch am Sonntag noch ein bisschen Faulenzen, bevor ich mich dann in den wirklichen Norden begebe.
Ein aktueller Blick gegen 22 Uhr aus meinem Zelt über den Sund.
Und jetzt nochmal ein bisschen später.
119 km / 896 hm / 7:36 h – Gesamt 1843 km / 9905 hm / 111:32
Ein vollkommen trockenes Zelt einzupacken zeugt von sehr guten Wetterbedingungen. Tatsächlich strahlt die Sonne vom Himmel, bei herrlich frischer Luft. Und das Beste ist, im Moment sieht es nach dauerhaft schönem Wetter aus.
Mit Martin, dem Platzbesitzer, super gut gefrühstückt. Kurz noch mit einem rumänischen Radler gesprochen, der am 6. April in Bukarest gestartet ist und das gleiche Ziel hat wie ich. Es gibt also noch mehr so „Radnomaden“ wie mich. Allerdings hatte der Kollege gerade ein echtes Tief. Das kommt vor bei so langen Dingern, da muss man irgendwie durch.
Jetzt nach rund 50 km Berg- und Talfahrt im Hinterland der Küste immer parallel zur E 4 muss ich mal eine Pause machen. Runde 30 km weiter komme ich in Hudiksvall an. Eine kleine Hafenstadt, die mich aber nicht besonders in ihren Bann schlägt. Ich genehmige mir zwei exzellente Capuccini bevor ich mich auf den Weg in einen langen Abend mache.
Ich werde heute mit „offenem Ende“ fahren und mal sehen was sich so ab 20 Uhr / 21 Uhr zum Übernachten anbietet. Gegen 19 Uhr bot sich die Möglichkeit an einem herrlichen See im Umfeld zweier Wohnmobile aus der Schweiz mein Zelt wieder aufzustellen, zum einen war es mir etwas zu früh, zum anderen hatte ich das Gefühl so sehr erfreut waren die nicht über mein Ansinnen.
Also weiter gen Norden. Irgendwann stürzte ich mich auf die E 4, das ist die Hauptroute nach oben, die aus meiner Sicht, zumindest in dem Bereich hier, sehr gut zu befahren ist (mit relativ breitem Seitenstreifen). Da erinnere ich mich mit Grausen an Teilstücke in Spanien bzw. in Lettland im vergangen Sommer, wo die Feindberührung (sprich LKWs) deutlich intensiver war.
Plötzlich war es dann soweit, es gibt immer den Moment, wo sich das Thema Übernachtung entscheidet, Diesmal wurde es ein Bauernhof etwa 1,5 km abseits der E 4, wo ich eine ziemlich neue Hütte gegen 21 Uhr bezogen habe.
Jetzt sitze ich auf der Veranda, kämpfe erstmals auf der Tour ein wenig mit den Moskitos, und mache meine Hausaufgaben.
Das einzige was mir heute fehlt ist ein Bier, habe ich verpeilt unterwegs einzukaufen und der Bauer hat mir deutlich erklärt, dass er keines hat, Himbeerbrause hatte er, auch gut. Gerne hätte ich so ein gutes tschechisches Bier, wie gestern in Ljusne beim Plausch mit Martin.
Was das Thema Licht angeht, also dunkel (kann man eigentlich so nicht sagen) wird es gegen 23:30 und hell ist es so um 2:30 wieder.





























