Langsamer Tagesbeginn im Hostel. Kaffeeklatsch mit einem kanadischen Ehepaar aus Alberta.

Nach einer guten Stunde erreiche ich die Vororte der Hauptstadt des Yukon Territory. In Porter Creek etwa 10 Radminuten von Downtown Whitehorse entfernt checke ich in ein nettes AirBnB-Häuschen bei Kathryn für ein langes Wochenende ein.

Werde Whitehorse die nächsten beiden Tage erkunden. Ein gutes Steak sollte dabei auch drin sein.

Einige Einkäufe für das Wochenende getätigt. Ganz wichtig ein Six-Pack „Chilkoot-Bier“ als Regenerationsmittel. Ist ein absoluter Wohlfühlplatz das Häuschen hier. Genieße es 👍👍🚲🇨🇦

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Gut ausgeschlafen – wie immer wenn mein Zelt unter Nadelbäumen steht ist alles trocken morgens und gut einzupacken.

Gemütlich rolle ich durch diese schöne Seenlandschaft. Am zunehmenden Verkehr merkt man, dass Whitehorse, die Hauptstadt des Yukon Territory (35 T Ew.), näher kommt.

Nach rund 50 km habe ich auch wieder „Reception“ und gebe ein Lebenszeichen nach Hause.

Bevor es morgen für ein paar Tage nach Whitehorse geht mache ich einen Abstecher zu den Takhini Hot Springs – wo ich mich im gleichnamigen Hostel einquartiere.

Eine Generalreinigung des Fahrers in den warmen Quellen bietet sich an.

Am Wochenende ist dann auch der „Blaue Elephant“ wieder dran. Hat er verdient – mit Ausnahme des einen Plattens – liefen die zurückgelegten 1600 km auf teilweiser sehr rauher Piste bisher exzellent.

Ich bin jetzt exakt drei Wochen auf der Straße – davon 2 Tage in Fairbanks und 1 Tag in Dawson City als Ruhetage.

Jetzt wird es erstmal etwas ruhiger mit dem Radfahren. Noch rund 200 km bis zum Alaska Marine Highway Startort in Skagway. Am 6.6. geht mein Schiff nach Prince Rupert (Ankunft 8.6.). Drei Tage Aufenthalt in P.R. bevor es am 12.6. weitergeht nach Port Hardy auf Vancouver Island (Ankunft 13.6.).

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Ich hatte in Carmacks gemerkt, dass ich in ein ziemliches Energieloch fahre. Nachdem ich keine Eile habe mein Schiff am 6.6. in Skagway zu erreichen habe ich einen entspannten Tag in dieser wunderbaren Seenlandschaft verbracht. Habe einen netten Abend mit Sherry und Paul verbracht und super gut geschlafen.

Es waren heute morgen -3 Grad Celsius und mein Zelt war schön gefroren, vor allem durch kondensierte Atemluft. Mein Schlafsack ist weiter grandios – viel kälter sollte es aber nicht mehr werden dürfen.

Starte ohne Eile in einen sonnigen Morgen. Nach 28 km erreiche ich die Braeburn Lodge – sie ist eine bekannte Kontrollstation beim jährlichen Yukon-Quest-Hundeschlittenrennen.

Dort treffe ich auch Sherry und Paul nochmal, wir teilen uns familiär einen der riesigen Cinnamon-Bunns, erzählen noch ein bisschen und jeder fährt in seinem Tempo weiter.

Leider blieb es nicht so windstill, wie am Morgen. Je höher ich hinauf kam – auf ca. 900 hm – desto unfreundlicher blies der Wind mir entgegen.

Ich mache wieder zeitig Schluß und suche mir ein nettes Plätzchen am Fox Lake Campground.

Bin hier weiterhin in der „netzfreien Zone“, das sollte sich morgen am 31.5. in Richtung Whitehorse ändern, so dass die Berichte wieder aktuell erscheinen.

Am Abend hat mir dann eine nette Schweizer Familie zwei Bier spendiert – es ist traumhaft schön hier, weitgehend leer auf einer riesigen Fläche. Habe mir noch ein schönes Feuerchen gemacht. Alles bestens 👍🇨🇦

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Weiter auf dem Klondike-Highway in Richtung Whitehorse. Außer Landschaft, geprägt durch den mächtigen Yukon, gibt es nicht wirklich viel.

Heute galt es den heftigen Regenschauern auszuweichen. Das ist mir nach 35 km bei Minto perfekt gelungen. Ein direkt am Yukon gelegenes Camp, welches erst Ende der Woche öffnet. Sie hatten ein Herz für mich, luden mich zum Kaffee und einem Stück Kuchen ein und ich entging einer kleinen Sintflut.

Später am Nachmittag habe ich einen mächtigen Guss auf einem Campground im Gespräch mit deutschen Wohnmobilisten überbrückt.

Gegen 21 Uhr erreiche ich Carmacks und checke im Hotel ein. Warme Dusche und ein Bier, das muss heute sein. Es war teilweise empfindlich kalt heute.

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Rufus der riesige Hund sitzt morgens schon vor meinem Zelt. Wir „frühstücken“ zusammen. Ganz traurig läuft er mit mir zur Straße und guckt mir hinterher, wie ich über die Brücke am McQuesten radle.

So einen Radtag wünsche ich mir nicht oft. Kalt, windig, Regenschauer, totaler Bremsasphalt, fast 1000 hm und keine guten Beine. Jeder Kilometer war Quälerei bis zu km 95. Nach dem letzten Schauer erschien plötzlich die Sonne und tauchte alles in fantastisches Licht.

Am Schluß ging es hinab zum Pelly River. Der Zeltplatz ist direkt am Fluß und so gut wie leer. Allerdings sagt meine Wetter-App – morgens muss mit Minustemperaturen gerechnet werden 😜🚲🇨🇦

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