Ste. Foy-la-Grande (Dordogne) km 2657

Ich bin heute bis Mittag von der Garonne an die Dordogne gefahren, was gestern der Wald war ist heute der Wein. Hügel ohne Ende und Bordeaux in allen Lagen. Ich mache jetzt Mittag und gucke dabei mal ein bisschen Fußball. Algerien gegen Slowenien. Heute steige ich dann frühzeitig vom Rad damit ich mir das deutsche Match in aller Ruhe ansehen kann.

IN DER GASCOGNE

So gegen 1/2 3 Uhr werde ich meist ein wenig müde. Mitten in diesem weitläufigen Regionalpark lädt mich eine Bank unter einem riesigen Baum zur Pause. Beide stehen auf einem sehr gepflegten parkähnlichen Gelände. Weit und breit ist allerdings niemand zu sehen. Ich lege mich auf die Bank und bin Ruckzuck eingeschlafen. Als ich aufwache stehen die Eigentümer vor mir und laden mich auf einen Kaffee auf ihre Terrasse ein. Mit Händen und Füßen kommt es zu einer netten Unterhaltung. Nach einer Stunde werde ich freundlich verabschiedet und ziehe meines Weges.

LANGON (Dep. Gironde) km 2596

Nach Ruhetag kommt Fahrtag. Es hat zwar den halben Tag geregnet aber es war so brettleben und kein Wind, das musste ich nutzen. Ich bin fast den ganzen Tag durch die Gascogne gefahren und davon den größten Teil durch eine Art Regionalpark. Hier hat 2009 eine französische „Wiebke“ gehaust und derartige Sturmschäden hinterlassen, kilometerlange Schneisen so etwas habe ich noch nicht gesehen. Gleich danach bin ich dann quasi im Bordeaux gelandet. Ein Chateau jagt das andere. Nach 160 km gönne ich mir in Langon ein ordentliches Hotel und ein sehr gutes Restaurant. Wenn schon denn schon. Nachdem ich von Bordeaux-Weinen keine Ahnung habe Folge ich der Empfehlung und bin begeistert.

HOSSEGOR – Ruhetag

Ausschlafen, in Ruhe frühstücken, Fahrrad vorbereiten, putzen, Platten ordentlich Flicken, Strandspaziergang, coolen Wellenreitern zugeguckt, Siesta, ein bisschen mit dem Rad durch die Umgebung gefahren, Eröffnungsspiel geguckt, jetzt beim Abendessen und dann natürlich „Le Match“ Frankreich – Uruguay im Original mit Bixente Lizarazu als Experte.
Auch ein guter Tag. Morgen ist Richtung Nordost angesagt.

GET 27

Beim Abendessen saßen am Nachbartisch zwei Mädels die zum Nachtisch zwei giftgrüne Getränke bestellten. Auf meine Frage: „Was trinkt ihr da“ bekam ich die Antwort „Get 27“. Es stellte sich dann heraus, dass die eine, Audrey, Deutschlehrerin ist, die gerade nach einem Unfall zur Rehabilitation in Hossegor ist und die andere, Aurelie, ihre Freundin, sie gerade besucht. Es war ein lustiger Abend mit dem beiden und dem „Get 27“.