Mit guten Beinen in einen sonnigen Morgen gestartet. Die letzten 28 km auf dem Alcan-Highway flogen mit leichtem Schiebewind nur so dahin. Kurz hinter Whitehorse habe ich meinen „Blauen Elephanten“ an der offiziellen Weigh-Station wiegen lassen – stolze 50 kg hat er auf die Waage gebracht.

Am Abzweig zum Klondike Highway South sind es noch 158 km bis Skagway zum Hafen. Ich war mir nicht schlüssig wie die Etappe aussehen sollte.

Nach 60 km gibt es in Conrad einen Campground – 10 km vorher liegt Carcross – ohne wirkliche Infrastruktur.

Relativ schnell wurde gegen Mittag klar, Zelten ist heute eine schlechte Option. Je weiter ich nach Süden in die Berge kam, desto häufiger wechselten kurze kräftige Schauer mit Sonnenschein ab.

Kurz hinter dem herrlichen Emerald Lake – eines der am meisten fotografierten Objekte im Yukon – bin ich ziemlich nass in die „Spirit Lodge“ zum Trocknen und Essen eingekehrt.

Da habe ich zwei Ladies getroffen, die mich etliche km vorher mit dem Auto überholt haben. Terry aus Whitehorse und Manuela aus Berlin, die ca. 35 km hinter Carcross eine rustikale Hütte bewohnt, welche Terry gehört.

Ganz spontan haben sie mir die Hütte für heute Nacht zur Verfügung gestellt, da beide heute zurück nach Whitehorse fahren und die Hütte quasi leer steht. Das Angebot habe ich gerne angenommen.

Kurz vor Carcross habe ich tatsächlich meine ersten beiden Schwarzbären am Straßenrand gesehen, als ich näher kam haben sie sich in den Wald getrollt. Es gab keine Chance zum Fotografieren.

Es wurden sehr anstrengende weitere 40 km mit langen Steigungen und ebensolchen Abfahrten entlang des riesigen Tagish Lake und richtig nass wurde ich kurz vor dem Erreichen der Hütte auch nochmal. Super cooler Spot ohne Strom und Wasser – habe den Bullerofen angeschürt und trockne jetzt meine Sachen und genieße die absolute Ruhe hier.

Diese Diashow benötigt JavaScript.


Beim Aufwachen war es ziemlich bewölkt und es sah kalt aus. Meine eigene Vorgabe war – ich gehe erst aus dem Haus, wenn das Thermometer 12 Grad Celsius erreicht. Gegen 11 Uhr bin ich gestartet. Mein AirBnB liegt in Porter Creek einer netten Neighborhood in Whitehorse, allerdings oben auf dem Kamm, so dass es hinab zum Yukon rund 100 hm sind.

Es wurde ein toller sonniger Sonntag, in der Sonne waren es locker 20 Grad am Nachmittag und die kurzen Hosen und FlipFlops bei den Einheimischen waren im Einsatz.

Ich habe einen Radausflug zum Miles Canyon gemacht, eine Felsenge durch die sich der Yukon presst. Im großen Goldrausch vor 120 Jahren war dieser Canyon eine der schwierigsten Passagen für die Abenteurer auf dem Weg zum Klondike.

Später war ich im sehr sehenswerten Beringia-Museum, habe lecker und sehr gesund downtown gegessen und noch ein bisschen am Yukonufer gefaulenzt, bevor ich wieder hinauf nach Porter Creek geradelt bin.

Schöner Ausklang mit Chilkoot-Bier und einem Gläschen Whiskey in meinem homestay bei Kathryn.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Heute nur ein paar Bilder 🇨🇦🚲

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Langsamer Tagesbeginn im Hostel. Kaffeeklatsch mit einem kanadischen Ehepaar aus Alberta.

Nach einer guten Stunde erreiche ich die Vororte der Hauptstadt des Yukon Territory. In Porter Creek etwa 10 Radminuten von Downtown Whitehorse entfernt checke ich in ein nettes AirBnB-Häuschen bei Kathryn für ein langes Wochenende ein.

Werde Whitehorse die nächsten beiden Tage erkunden. Ein gutes Steak sollte dabei auch drin sein.

Einige Einkäufe für das Wochenende getätigt. Ganz wichtig ein Six-Pack „Chilkoot-Bier“ als Regenerationsmittel. Ist ein absoluter Wohlfühlplatz das Häuschen hier. Genieße es 👍👍🚲🇨🇦

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Gut ausgeschlafen – wie immer wenn mein Zelt unter Nadelbäumen steht ist alles trocken morgens und gut einzupacken.

Gemütlich rolle ich durch diese schöne Seenlandschaft. Am zunehmenden Verkehr merkt man, dass Whitehorse, die Hauptstadt des Yukon Territory (35 T Ew.), näher kommt.

Nach rund 50 km habe ich auch wieder „Reception“ und gebe ein Lebenszeichen nach Hause.

Bevor es morgen für ein paar Tage nach Whitehorse geht mache ich einen Abstecher zu den Takhini Hot Springs – wo ich mich im gleichnamigen Hostel einquartiere.

Eine Generalreinigung des Fahrers in den warmen Quellen bietet sich an.

Am Wochenende ist dann auch der „Blaue Elephant“ wieder dran. Hat er verdient – mit Ausnahme des einen Plattens – liefen die zurückgelegten 1600 km auf teilweiser sehr rauher Piste bisher exzellent.

Ich bin jetzt exakt drei Wochen auf der Straße – davon 2 Tage in Fairbanks und 1 Tag in Dawson City als Ruhetage.

Jetzt wird es erstmal etwas ruhiger mit dem Radfahren. Noch rund 200 km bis zum Alaska Marine Highway Startort in Skagway. Am 6.6. geht mein Schiff nach Prince Rupert (Ankunft 8.6.). Drei Tage Aufenthalt in P.R. bevor es am 12.6. weitergeht nach Port Hardy auf Vancouver Island (Ankunft 13.6.).

Diese Diashow benötigt JavaScript.