Nach der Schinderei gestern hoch nach St. Wolfgang mache ich es mir heute etwas bequemer.

Vom Bahnhof Spittal fahre ich mit dem Zug nach Mallnitz um von dort mit der Tauernschleuse nach Böckstein im Salzburger Land transportiert zu werden.

Es gibt allerdings ein Hindernis – im ankommenden Zug ist ein Holländer mit seinem Pkw hängengeblieben. Jetzt ist offen wann es überhaupt weitergeht.

Hat gute zwei Stunden gedauert bis sie das Auto heraus schleppen konnten. Dann nochmal gute 30 Minuten bis der Transfer losging.

Da dies ein Einspur on-off ist, war auf der anderen Seite in Böckstein ein Radler-Stau von ungefähr 200 Leuten entstanden, die sich wie Hyänen mit ihren Rädern (80% Motor) in den Packwagen gestürzt haben.

Das Gute an der vertrödelten Zeit war, dass es auf der anderen Seite stark geregnet hatte – bis wir ankamen war das vorbei.

Also gegen 13 Uhr bin ich letztendlich im Sattel gesessen und auf nasser Straße ziemlich steil nach Bad Gastein abgefahren.

Ich war noch nie dort – hatte nur diese Bilder von den riesigen Hotelkästen im Kopf – ehrliche Meinung: nur schrecklich – bin flott bis nach Dorfgastein abgefahren und habe mir eine Pizza gegönnt.

Das Gasteiner Tal hinaus – oft 100 Meter über der Talstraße war sehr schön.

Der Hype um den Alpe-Adria- Radweg ist sensationell – ich fahre ja seit Villach in der Gegenrichtung – es sind Hunderte unterwegs – unglaublich.

Irgendwann bin ich an der Salzach im Pongau – die Wetterprognose verheißt Regen für den Abend.

In Werfen am Fuße des Hochkönigs vollende ich mein Tagewerk und kehre spontan im Hotel Obauer ein und lasse mich im zugehörigen Gourmet- Restaurant gerne verwöhnen.

Verlasse das gastliche Obauer‘s nach exzellentem Frühstück mit einem letzten Blick auf das prächtige Schloß Hohenwerfen.

Über den Lueg-Pass und später an der Salzach entlang, den Watzmann im Blick, passiere ich Hallein und bin gegen Mittag in Salzburg.

Hier „steppt der Bär“ – mitten in der Hauptsaison. Nach kurzer Mittagsrast verlasse ich die Stadt an der Salzach entlang.

Kurze Zeit später bin ich in Freilassing. Deutschland ist Land Nr. 6 auf meiner Sommertour.

Ich genieße das herrliche Alpenpanorama – über Teisendorf erreiche ich Traunstein. Hier endet meine Tour – morgen Früh habe ich reservierte ICE-Plätze über München nach Würzburg ergattert – wenn alles klappt bin ich am Nachmittag wieder zuhause.

Jetzt sitze ich im Hofbräuhaus in Traunstein und freue mich, dass ich nach 936 km und 6500 Höhenmetern durch sechs Länder gesund und munter bin.

Heimreise 23.8.2024

Von Traunstein über München und Würzburg nach Aschaffenburg. Um 14 Uhr bin ich fahrplanmäßig angekommen – die Bahn hat ordentlich gearbeitet – natürlich sind die Züge zum Wochenende hin stark ausgelastet – aber kein Grund zum Meckern.

Ein Willkommens-Mittagessen mit meiner Marion im Hofgarten in Aschaffenburg und dann die letzten sechs Kilometer bis Goldbach.

Gesund und pannenfrei zu Hause angekommen.

2023 – Pläne

Das Jahr 2023 ist nun schon 20 Tage alt und meine Pläne konkretisieren sich.

Begonnen habe ich das Jahr erstmal mit dem persönlichen Projekt #Dry January – einfach mal für mindestens 30 Tage keinen Alkohol zu trinken – ggf. auch noch einige Wochen länger.

Mitte Februar bis Mitte März ist eine Brasilien-Reise geplant – ohne Fahrrad. Wir treffen unseren Sohn mit seiner Partnerin in Brasilien, besuchen deren Familie und versuchen einen Teil dieses riesigen Landes zu bereisen.

Der Mississippi-Restart ist gleich nach dem CityLauf Aschaffenburg (5.5.) geplant – vermutlich fliege ich am 9. Mai nach Minneapolis um dort anzusetzen, wo ich im vergangenen Juli aufhören musste. Details dazu existieren noch nicht – Ziel wird New Orleans bleiben (rund 2500 km – entlang dieses unendlichen Flusses) – dort sollte ich Anfang Juli ankommen.

 

MRT 2023 – Vorbericht 20.04.

So langsam konkretisieren sich meine Pläne zum Neustart am Mississippi im Mai. Mein Flug über Chicago nach Minneapolis ist gebucht und ich werde am 9. Mai wieder bei Kate und Dan und den Jungs eintreffen.

Equipment-Check vor Ort, Rad zum Bikeshop nach 10 Monaten Standpause, einige Einkäufe erledigen und ein bisschen amerikanisches Familienleben mit den Buhrs und so um den 12.5. geht es wieder los. Ich werde definitiv nicht an der Quelle starten, wie in 2022, die ersten rund 600 km bis Minneapolis gebe ich dran. Den zweiten Teil vom letzten Jahr ab Minneapolis werde ich nochmal fahren – vermutlich jeweils versetzt auf dem anderen Ufer. Ich freue mich schon jetzt Matt und Liesa in East Dubuque wieder zu treffen, genau dort wo letztes Jahr der Trip geendet hatte.

Vermutlich werde ich mir in der Sandy Hook Tavern in Hazel Green wieder eine Cola kaufen –  wo ich im Juli 2022 meine Brieftasche liegen habe lassen.