Heute morgen war es soweit – Fahrrad und Equipment einpacken bei Zweirad Hasenstab in Goldbach – seit meiner ersten langen Tour 2010 packen Tino Hasenstab, Horst Schlei und ich zusammen ein – das ist mittlerweile ein Ritual. Der Karton wurde von den Jungs aufs richtige Maß gebracht und wir haben ihn picke-packe-voll mit dem Blauen Elephanten und meiner Ausrüstung gepackt – gewogen haben wir Ihn nicht – ich gehe davon aus, dass ich morgen beim Pre-Check-In in Frankfurt keine größeren Probleme haben werde.

Via München soll es am Mittwoch nach San Diego gehen – warum die Lufthansa keinen Direktflug ab Frankfurt nach San Diego hat, erschliesst sich mir nicht – dann also über München.

Alle Alltagsdinge in Goldbach erledigt – der Schreibtisch ist frei – wir fahren am frühen Nachmittag an den Frankfurter Flughafen und scheitern „kläglich“ am Pre-Check-In. Mein Radkarton wiegt 37 kg (veröffentlichtes Maximalgewicht 32 kg). Die Damen am Counter erfüllen ihre Pflicht exakt – als die Weiterleitung an den „Supervisor“ erfolglos blieb, habe ich kapituliert.

Nochmal zurück nach Hause – Karton öffnen und um 5kg (mit Sicherheitsreserve) entlasten – neu verkleben – auf andere Tasche umladen – zurück an den Flughafen und erneut Diskussion um den schweren Karton. Das Argument der Ladies am Schalter – normalerweise wiegen die Kartons 15 kg – meiner wiegt halt jetzt 30 kg – wenn 32 kg das Maximum ist, möchte ich jetzt bitte nicht weiter diskutieren.

Thema erledigt – das gesamte Gepäck ist jetzt hoffentlich auf dem Weg via München nach San Diego.

Um 6:30 Uhr sitze ich im Zug zum Flughafen nach Frankfurt – rund 18 Stunden via München liegen vor mir auf dem Weg nach San Diego.

Mittlerweile ist es fast Mittag und in Kürze steige ich hier in München ein – 12 Stunden Flug bis San Diego.

Flug war perfekt im A 350 – 1 Stunde schneller als der Plan – leider stehen wir jetzt auf dem Rollfeld in San Diego – im kalifornischen Regen und „verdaddeln“ die gewonnene Zeit.

Hat ein Weile gedauert bis wir am Gate waren – Fahrrad, Gepäck und Immigration ebenfalls – in der Ankunftshalle werde ich erwartet.

Alles im Pick-Up von Cliff verstaut und in der Rush-Hour fahren wir ca. eine Stunde zu meinen Gastgebern.

Bei einem gemeinsamen Abendessen lernen wir uns ein bisschen kennen und besprechen die nächsten Tage.

Ich muss einige kleinere Einkäufe tätigen und mein Rad und die Ausrüstung klarmachen.

Nach deutscher Zeit gegen 6 Uhr morgens – also ziemlich genau 24 h seit Goldbach – ist Zeit für mich ins Bett zu gehen.

Cliff und Ellen meine Gastgeber hier, etwa eine Stunde nordöstlich von San Diego, kümmern sich rührend um mich.

Cliff ist der Bruder von Matthew aus East Dubuque, der mir mit seiner Frau Leisa 2022 am Mississippi beim Verlust meiner Papiere sehr geholfen hat.

Daraus hat sich eine internationale Freundschaft entwickelt.

Ich nütze den Vormittag und packe mein Fahrrad aus – mache es in Cliff‘s perfekt eingerichteter Garage startklar. Der Blaue Elephant hat den Transfer nach Kalifornien unbeschadet überstanden.

Sortiere meine Ausrüstung und fahre später mit Ellen einige Einkäufe erledigen.

Seit zwei Tagen regnet es hier – teilweise stark – es ist der erste Regen seit vielen Wochen. Ab Samstag ist wieder kalifornischer Sonnenschein zu erwarten.

Morgen ist noch entspanntes Vorbereiten angesagt – am Samstag verlasse ich die Beiden in Richtung Ozean.

Heute ist quasi mein abschließender (vorbereitender) Ruhetag.

Entspannter Start in den Tag. Ellen und Cliff haben während des Tages diverse Termine.

Ich verstaue den größten Teil meiner Sachen in den Ortlieb-Taschen.

Der Regen hört – wie angekündigt – auf und ich fahre eine kleine Runde durch Poway – bringe ein paar Postkarten auf den Weg und genehmige mir ein Stück Kuchen in einem Coffee-Shop.

Poway liegt im San Diego County und hat rd. 50‘ Einwohner.

Heute Abend haben meine Gastgeber einige Freunde zu einem kleinen Dinner „zu meinen Ehren“ eingeladen.