Mendoza 9.2.

Nach der 3-stündigen Sintflut gestern Nachmittag ist heute wieder ein strahlender Sommertag. Wir fahren mit dem „Collectivo“ ca. 40 Minuten hinaus aus Mendoza in das Weingebiet. Der Wein wird hier auf Feldern angebaut und wir Radeln mit geliehenen Rädern ein wenig herum, immer die Anden im Blick. Gegen Mittag landen wir in einem sehr schönen Lokal mit einem einladenden Garten. Wir trinken eine gute Flasche einheimischen Wein zu einem exzellenten Mittagessen. Auf der Rückfahrt mit dem Rad kommen wir in einen heftigen Regenschauer. Beim Unterstellen bei unserem Fahrradverleiher lernen wir einen sehr nettes dänisches Pärchen auf Weltreise kennen und fahren später mit ihnen zurück nach Mendoza. Morgen geht es hoch in die Berge.

Mendoza 8.2.

Wir haben Buenos Aires verlassen. Der Himmel hat dazu geweint. Mit „El Rapido“ sind wir die ganze Nacht sehr bequem nach Westen gebrettert. Jetzt sind wir am Fuße der Anden gelandet. Mendoza kann man sich so ein bisschen wie das argentinische Garmisch vorstellen (allerdings im Hochsommer). Im Unterschied zu Garmisch ist Mendoza gleichzeitig noch der Mittelpunkt eines riesigen Weinbaugebietes. Heute gönnen wir uns die Ruhe der Kleinstadt (850Tsd. Einwohner). Der Gipfel Amerikas, der Aconcagua, ist von hier noch rund 80 km entfernt. Nach Santiago de Chile braucht man 6h mit dem Bus über die Anden. Im Moment sind wir noch nicht festgelegt wie lange wir in Mendoza bleiben und wie die Route weiterverläuft, das wird sich ergeben.

Buenos Aires 6.2.

Wir haben unseren Sonntag wie die Mehrzahl der Porteños locker und entspannt verbracht. Einige Stunden haben wir uns im Stadtteil San Telmo das Treiben auf diesem gewaltigen Flohmarkt angesehen und dabei auch die Tangodarbietungen beklatscht. Ausgeklungen ist der Nachmittag in einem der unzähligen Parks. Nachher gönnen wir uns nochmal ein Steak in einem der vielen Parillas in der Stadt. Montag am Spätnachmittag verlassen wir BA und fahren mit einem Überlandbus ca. 1000 km nach Westen. Ziel ist Mendoza im Herzen des Weinbaugebietes mit den Anden schon in Sichtweite.

Montevideo 5.2.

Montevideo kommt uns nach Buenos Aires ein bisschen verschlafen und fast kleinstädtisch vor. Unsere „low budget-Unterkunft“ Hospedaje Centro ist ein südamerikanisches Rattenloch, aber echt spannend. Entschädigt hat uns eine Straßenparade des berühmten Karnevals hier in Montevideo. Unglaublich laut und rythmisch und viel nackte Haut. Nachdem wir die Nacht in unserem Hospedaje ohne größere Schäden überstanden haben war weitere Stadterkundung angesagt. Mit geliehenen Fahrrädern sind wir an der Küste entlang und haben uns die Strände der Stadt angesehen. Jetzt gegen Mitternacht sitzen wir auf der Fähre zurück nach Buenos Aires.

Am Rio de La Plata 4.2.

Was wie Band 12 von Karl May klingt ist heute Realität geworden. Ich habe schon als Junge vom Rio de La Plata geträumt. Wir haben Buenos Aires verlassen und sind hinüber nach Uruguay gefahren und am späten Nachmittag angekommen. Drei Stunden auf dem Fluß waren einfach nur gut.