Die erste Nacht im Zelt war trocken und hat meinem gequälten Körper sehr gut getan. Die Routinen beim Zeltauf- und abbau sind noch nicht effizient; ich denke das gibt sich in den kommenden Tagen.
Die erste Nacht im Zelt war trocken und hat meinem gequälten Körper sehr gut getan. Die Routinen beim Zeltauf- und abbau sind noch nicht effizient; ich denke das gibt sich in den kommenden Tagen.
Bestes Radwetter am Donnerstag als ich meinen „Blauen Elefanten“ gesattelt habe. Vor mir liegt ohne Detailplanung rund ein Monat auf dem Rad. Meine Vorstellung ist zunächst an Main und Rhein entlang an die niederländische Küste zu fahren und weiter entlang der belgischen und französischen Küste bis zur Loiremündung. Was am Ende tatsächlich als Route herauskommt wird sich zeigen.
Erst bin ich noch bei meinem Ausrüster Zweirad Hasenstab in Goldbach vorbeigefahren um noch einige fehlende Teile mitzunehmen und genug Luft für die insgesamt rd. 120 kg (Ausrüstung – Mensch – Rad) in die Reifen zu geben. Tino, Horst und Robert kümmern sich das ganze Jahr intensiv um meine großen und kleinen Wünsche.
Vor einem knappen halben Jahr bin ich aus Südamerika zurückgekehrt, mit einem großen Sack voller spannender und neuer Erfahrungen.
Übermorgen mache ich mich mal wieder auf den Weg. Die Idee ist aktuell von der Haustür weg die Länder Niederlande – Belgien und Frankreich entlang der Küste zu radeln. Üblicherweise entscheide ich mich unterwegs meist für spontane Kursänderungen. Mal sehen !
Was den Blog angeht, so werde ich vermutlich nicht jeden Tag schreiben und immer mal wieder die Geschehnisse zusammenfassen. Unterwegs werde ich voraussichtlich den ganzen Juni sein, aber auch da lasse ich mich zeitlich einfach mal treiben, von Wetter, Wind, Lust und Laune.
Eine abschließende Stadtrunde im argentinischen Sommer. Um 14:30 Uhr kommt mein Shuttle zum internationalen Flughafen Ezeiza und gegen 18 Uhr startet die Lufthansa um 14 Stunden später im winterlichen Frankfurt anzukommen.
38 Tage in Südamerika liegen hinter mir. Ich habe mir meinen Radtraum Patagonien erfüllt. Es gab körperliche und mentale Härten auf diesen rund 2500 km durch Argentinien und Chile.
Wahrscheinlich war es die herausforderndste Tour meiner „Rad-Historie“. Ich habe jede Menge neuer Dinge gelernt, auf dem Fahrrad, im Outdoor- Bereich und in einer komplexen Gruppenstruktur und ich habe sehr interessante Menschen kennengelernt. Alfred Mähr wurde in diesen wenigen Wochen zu einem sehr guten Kameraden, mit dem ich viel gemeinsame Zeit verbracht habe.
Ich bin froh der „bequemen Idee“ auf einen Mietwagen umzusteigen, nicht gefolgt zu sein und mein selbst gestecktes Ziel „Ushuaia auf dem Rad“ erreicht zu haben.
Ich werde sicher weitere „Radabenteuer“ suchen, allerdings eher wieder als Individualist. Die vielen Vorteile in der organisierten Form werden durch eine relative „Unfreiheit“ zwar nicht wettgemacht, aber doch beeinträchtigt.
Die Entscheidung in Patagonien nicht alleine zu fahren war absolut richtig.