Category: 2010 EUROPATOUR


MAL WAS ORGANISATORISCHES

Ich bin total begeistert von euren vielen Kommentaren. Ich bekomme die ja alle immer als E-Mail sobald ich Wi-Fi habe. Bitte nicht böse sein aber ich werde grundsätzlich keinen Kommentar zum Kommentar abgeben. Ich sehe das so, ich erzähle wann immer ich kann und will meine Geschichte und ihr sagt was dazu wenn euch danach ist.

SEVILLA am Sonntagmorgen

Heute lasse ich es ganz locker angehen. Ich habe sehr lange geschlafen und im Hotel sehr gut und maximal gefrühstückt. Jetzt bummele ich noch ein wenig durch das schon ziemlich heiße Sevilla (25 Grad). Ab jetzt geht es in die Pampas in Richtung Portugal. Mal sehen wie die Kommunikationsstruktur dort ist. Die Spanier sind Wi-Fi-Weltmeister , egal wo du hingehst ein HotSpot ist schon da. Ich wünsche allen Lesern/Begleitern frohe Pfingsten.

SEVILLA Km-Stand: 540

Heute war es hart, das hat viele Gründe. Als ich um 8:30 Uhr mein Zimmer verlassen wollte, ging die Tür nicht mehr auf. Ich habe mächtig Lärm gemacht, aber es hat fast eine Stunde gedauert bis ich frei kam. Der Guadalquivir war das nächste Problem, ich habe es ernsthaft versucht, aber durch dieses Delta kommst du nicht mit dem Rad. Also umgebucht nicht nach Huelva sondern nach Sevilla. Schlaffe 100 km bei in der Spitze bereits über 30 Grad. In Tarifa habe ich irgendwie mein Ladekabel für meine Kommunikationsbasis IPhone verschusselt. Einzige Chance dafür in Sevilla, ab Morgen ist tiefstes Hinterland angesagt. Es war eine Herausforderung abends um 20:30 Uhr in der vollbesetzten Fußgängerzone von Sevilla im 2. Stock eines Kaufhauses Handyzubehör zu kaufen. Ist gut gegangen, mein Spanisch ist garnicht so schlecht. Nächstes Thema, mittlerweile 21 Uhr (und 150 km in den Beinen) alle Hostals / Hotels im Zentrum sind „completo“. Eine superfreundliche Spanierin telefoniert so lange bis ich unter bin, leider habe ich vergessen sie für meine „Encuentros“ zu fotografieren. Mittlerweile ist es 23 Uhr, ich bin geduscht und habe gut gegessen, Fußball kam ein bisschen zu kurz. Morgen lasse ich es ruhiger angehen. Ist schließlich auch Sonntag. Buenas noches.

In Zahara de los Atunes traf ich beim Einkaufen zwei Norweger. Beide hatten exzellente Bikes unter ihren Hintern und fuhren nur mit Tagesgepaeck. Wenn ich alles richtig verstanden habe, dann haben sie eine Tour ueber einen lokalen Anbieter gebucht, der ihnen die Tagesrouten (auch Gelaende) vorschlaegt und gleichzeitig den Gepaecktransport und die Hotelsteuerung uebernimmt. Eine, wie ich finde, ziemlich intelligente Loesung, gerade wenn man sportlich fahren will. Bild folgt, das gibt die Kiste hier im Hostal nicht her.

Heute war der erste richtige Bike-Tag auf meiner Tour und er geht als der wohl bisher „Windigste“ in meine persoenliche Fahrradgeschichte ein. El Levante so heisst dieser Wind der stramm von Sueden (also aus Afrika, da wo ich nicht hin durfte) blaest. Gut 85 % des Tages war er mein Freund und kam von hinten, manchmal musste ich nicht mal treten und fuhr trotzdem mit 30 km/h. Aber wehe wenn er von der Seite kam, dann war immer maximale Gefahr im Verzug auf die Strasse geworfen zu werden. So ca. 10 km hatte ich ihn dann auch mal von vorne, da kam Freude auf. Also ich bin jetzt in Rota und werde morgen die andalusische Kueste verlasssen.
Wohin weiss ich im Moment noch nicht so genau, es schein ziemlich schwierig zu sein durch das riesige Muendungsgebiet des Guadalquivir zu kommen. Na ja die Loesung fuer dieses Problem wird sich von selbst ergeben. Morgen Abend um 20:30 Uhr will ich gewaschen und gekaemmt irgendwo das Championsleague-Finale sehen.
So das wars fuer heute, ich werde jetzt hier am Strand zu Abendessen