Category: 2010 EUROPATOUR


AMARANTE und die Autobahn

In Amarante hatte ich mal wieder das Problem dass ich auf die Autobahn auffahren müsste, das habe ich mich nicht getraut und bin ins Zentrum hinabgefahren. Dort traf ich dann auf einen Taxifahrer, der über 10 Jahre in Stuttgart gelebt hatte und der noch richtig schön schwäbelte, der erklärte mir dann den Weg ohne Autobahn, erklärte mir aber auch, dass kein Mensch diesem Weg mit dem Fahrrad fährt. 35 km bergauf und dann 10 hinab nach Vila Real.

DER WEG NACH NORDEN

Der südlichste Punkt war Tarifa, der westlichste ist Porto und der östlichste ist Goldbach. Dazwischen liegen mit ganz breitem Daumen gerechnet gute 2500 km. Dafür gilt es jetzt ab morgen die Richtung nach Nordost einzuschlagen. Heute konnte ich nicht ohne Radfahren sein, nachdem ich das Rad geputzt und für die nächsten Tage präpariert hatte bin ich ohne Gepäck ein bisschen durch Porto gerollt, ein Stück am Duero hinaus bis zur Mündung und an den langen Stränden der portugiesischen Atlantikküste entlang.

PORTO 1346 km

Nach dreizehn Tagen auf dem Rad nehme ich mir eine Auszeit hier in Porto. Das Hotel ist ein Traum. Ich werde mich maximal ausschlafen, meine Ausrüstung auf Vordermann bringen (Wäsche waschen lassen und mein Rad ein bisschen pflegen) und natürlich Porto, die Stadt an der Dueromündung in den Atlantischen Ozean (zu Fuss) erkunden.
Vielleicht wundert sich der eine oder andere, warum sagt der nie etwas zum Wetter. Die Antwort darauf, zu etwas was seit 13 Tagen sensationell gut ist (Ausnahme Wind) gibt es nichts zu sagen.
Jetzt ist „Blog-Pause“ bis Dienstag. Ich melde mich dann wieder von unterwegs.

MEIN SCHUTZENGEL

Also Fähre sehr spät, heißt Porto ankommen in der Dunkelheit. Ich hatte in weiser Voraussicht mir gestern via IPhone eine schnuckelige Bleibe in Porto gebucht (www.castelosantacatarina.com.pt). Es war der reine Horror, ich fuhr und fuhr und immer wenn ich nach dem Zentrum von Porto fragte hieß es, geradeaus. Irgendwann machte sich Stress bemerkbar. An einer Tankstelle sprach ich eine Portugiesin an, die mir erklärte, dass ich megaweit vom Zentrum entfernt sei und es nur über Autobahnzubringer ginge. Und dann passierte es tatsächlich, sie sagte ich fahre vor dir her. Mit eingeschalteter Warnblinkanlage hat sie mich ca. eine halbe Stunde bis ins Zentrum eskortiert. Ich habe ihr herzlich gedankt, ihre Antwort: nada, das hättest du in deinem Land auch getan ! (da bin ich mir nicht sicher ?). Danke an diesen namenlosen Schutzengel, der im rechten Moment meinen Weg kreuzte.