ROTA (Cádiz) Km-Stand: 390

Heute war der erste richtige Bike-Tag auf meiner Tour und er geht als der wohl bisher „Windigste“ in meine persoenliche Fahrradgeschichte ein. El Levante so heisst dieser Wind der stramm von Sueden (also aus Afrika, da wo ich nicht hin durfte) blaest. Gut 85 % des Tages war er mein Freund und kam von hinten, manchmal musste ich nicht mal treten und fuhr trotzdem mit 30 km/h. Aber wehe wenn er von der Seite kam, dann war immer maximale Gefahr im Verzug auf die Strasse geworfen zu werden. So ca. 10 km hatte ich ihn dann auch mal von vorne, da kam Freude auf. Also ich bin jetzt in Rota und werde morgen die andalusische Kueste verlasssen.
Wohin weiss ich im Moment noch nicht so genau, es schein ziemlich schwierig zu sein durch das riesige Muendungsgebiet des Guadalquivir zu kommen. Na ja die Loesung fuer dieses Problem wird sich von selbst ergeben. Morgen Abend um 20:30 Uhr will ich gewaschen und gekaemmt irgendwo das Championsleague-Finale sehen.
So das wars fuer heute, ich werde jetzt hier am Strand zu Abendessen

TARIFA (Cádiz) at Night

Ich sitze in einer der angesagtesten Bars in Tarifa, nur coole Surftypen und -mädels. Wahrscheinlich bin ich hier der einzige der jemals was Richtiges gearbeitet hat. Ja, das Leben ist vielfältig. Gruß vom südlichsten Punkt des Kontinents. Mir geht es im Moment nur gut.
Saludos Euer Günter

Familie Palma in San Roque

Zwei Naechte durfte ich in diesem gastlichen Haus auf Vermittlung von Werner Krass uebernachten. Vielen Dank an Verena, Fernando und Adrian Palma.

TARIFA (Cádiz) Km-Stand: 230

Heute Morgen habe ich das mehr als gastliche Haus Palma in San Roque verlassen (nochmals vielen Dank) und mich via Algeciras auf den Weg nach Tarifa gemacht. Gleich hinter Algeciras begann die erste Bergwertung und ich bin ungefaehr eine Stunde stramm bergauf gefahren. Die gut 20 kg auf dem Gepaecktraeger meines Fahrrades haben sich schon ganz schoen bemerkbar gemacht. Aber irgendwann bist du dann immer oben. Ein „Bocadillo con jamón“ und einen „Cortado“ spaeter habe ich mich dann auf die coole Abfahrt gemacht. Allerdings war es so stuermisch, dass ich ein paar Mal gedacht habe, gleich fliegst du von der Piste. Tarifa gilt ja nicht umsonst als einer der beliebtesten Surfspots in Europa. Gleich am Hafen habe ich im Hostal Alameda Quartier bezogen und ab ins Faehrbuero, Tickets fuer die Ueberfahrt nach Tanger kaufen. Ja und das war es dann, das geht nur mit Pass (ist ja Afrika) und den hat der Guenter natuerlich nicht dabei. Also was lerne ich daraus, mache keine Plaene auf dieser Tour sondern agiere spontan. Ich habe dann erstmal zwei Stunden geschlafen (Siesta, wie der echte Spanier). Anschliessend habe ich mir einen Teller „Boquerones fritos“ gegoennt und Tarifa im Detail angeguckt. Super nett aber der Wind ist einfach mehr als heftig.

GIBRALTAR

Es ist schon gigantisch, ein Jahr geht mir die Tour im Kopf herum und jetzt sitze ich tatsächlich in Gibraltar. Um mich herum ist alles „very British“. In den nächsten Tagen geht es dann nur noch nach Norden.