FREGENAL (Bajadoz) Km-Stand: 726

Ich habe Sevilla am Sonntag gegen Mittag verlassen und nach ungefähr 45 km bin ich in der Pampas angekommen, auf rund 40 km knappe 1000 Höhenmeter und das mit 20 kg hintendrauf und bei rund 30 Grad, das war heftig. Angekommen bin ich dann in einem Nest namens El Alamo (so was gab es früher bei den Western) dort musste ich um Wasser betteln, habe ich auch bekommen. Die Nacht habe ich dann auf freiem Felde in meinem Zelt verbracht, aufgestellt war es schnell, aber eine sinnvolle Ordnung im Zelt ist mir noch nicht gelungen. Die Nacht war auch ziemlich unruhig, da schleicht so allerhand Getier herum und dann kommen schon mal „dumme Gedanken“. Aber romantisch war es trotzdem, ein toller Sternenhimmel und ein Supermond.
Heute ging es dann rund 1700 Höhenmeter auf gut 100 km durch die Sierra Aracena, das war was zum Beissen. Sehr beeindruckend ist das Gebiet rund um Rio Tinto. Mittlerweile habe ich Andalusien verlassen und bin in der Region Extremadura. Nachdem gestern die Hygiene etwas zu kurz kam, bin ich heute in einem schicken Hotel in Fregenal untergekommen.

MAL WAS ORGANISATORISCHES

Ich bin total begeistert von euren vielen Kommentaren. Ich bekomme die ja alle immer als E-Mail sobald ich Wi-Fi habe. Bitte nicht böse sein aber ich werde grundsätzlich keinen Kommentar zum Kommentar abgeben. Ich sehe das so, ich erzähle wann immer ich kann und will meine Geschichte und ihr sagt was dazu wenn euch danach ist.

SEVILLA am Sonntagmorgen

Heute lasse ich es ganz locker angehen. Ich habe sehr lange geschlafen und im Hotel sehr gut und maximal gefrühstückt. Jetzt bummele ich noch ein wenig durch das schon ziemlich heiße Sevilla (25 Grad). Ab jetzt geht es in die Pampas in Richtung Portugal. Mal sehen wie die Kommunikationsstruktur dort ist. Die Spanier sind Wi-Fi-Weltmeister , egal wo du hingehst ein HotSpot ist schon da. Ich wünsche allen Lesern/Begleitern frohe Pfingsten.

SEVILLA Km-Stand: 540

Heute war es hart, das hat viele Gründe. Als ich um 8:30 Uhr mein Zimmer verlassen wollte, ging die Tür nicht mehr auf. Ich habe mächtig Lärm gemacht, aber es hat fast eine Stunde gedauert bis ich frei kam. Der Guadalquivir war das nächste Problem, ich habe es ernsthaft versucht, aber durch dieses Delta kommst du nicht mit dem Rad. Also umgebucht nicht nach Huelva sondern nach Sevilla. Schlaffe 100 km bei in der Spitze bereits über 30 Grad. In Tarifa habe ich irgendwie mein Ladekabel für meine Kommunikationsbasis IPhone verschusselt. Einzige Chance dafür in Sevilla, ab Morgen ist tiefstes Hinterland angesagt. Es war eine Herausforderung abends um 20:30 Uhr in der vollbesetzten Fußgängerzone von Sevilla im 2. Stock eines Kaufhauses Handyzubehör zu kaufen. Ist gut gegangen, mein Spanisch ist garnicht so schlecht. Nächstes Thema, mittlerweile 21 Uhr (und 150 km in den Beinen) alle Hostals / Hotels im Zentrum sind „completo“. Eine superfreundliche Spanierin telefoniert so lange bis ich unter bin, leider habe ich vergessen sie für meine „Encuentros“ zu fotografieren. Mittlerweile ist es 23 Uhr, ich bin geduscht und habe gut gegessen, Fußball kam ein bisschen zu kurz. Morgen lasse ich es ruhiger angehen. Ist schließlich auch Sonntag. Buenas noches.

Zwei sportliche Biker aus Norwegen

In Zahara de los Atunes traf ich beim Einkaufen zwei Norweger. Beide hatten exzellente Bikes unter ihren Hintern und fuhren nur mit Tagesgepaeck. Wenn ich alles richtig verstanden habe, dann haben sie eine Tour ueber einen lokalen Anbieter gebucht, der ihnen die Tagesrouten (auch Gelaende) vorschlaegt und gleichzeitig den Gepaecktransport und die Hotelsteuerung uebernimmt. Eine, wie ich finde, ziemlich intelligente Loesung, gerade wenn man sportlich fahren will. Bild folgt, das gibt die Kiste hier im Hostal nicht her.