Jeeptour Bolivien 1. Tag – 20.2.

Sonntagmorgen um 8:00 werden wir mit dem Bus an die bolivianische Grenze auf 4500 m gebracht. Es hat heute Nacht gut 10 cm hier oben geschneit und Julian hat mit seinen Flip Flops etwas „verwachst“. Die angekündigte strenge Prüfung des Gelbfieberzertifikates bei der Einreise nach Bolivien juckt den Grenzer nicht. Ohne hinzusehen stempelt er unsere Pässe und wir sind im vierten Land unserer Tour: BOLIVIEN. Unsere Gruppe besteht aus 2 Jeeps mit jeweils 5 Personen, mit uns im Jeep sind 2 Mädels aus Dublin (Sam und Vickey) und Angie aus München. Im anderen Jeep fahren 2 Jungs aus Rio und 3 Mädels aus Chile, Israel und Manchester. Eine gute Gruppe, lauter Traveller zwischen 25 und 30, die meisten schon lange „on the Road“.
Unsere Tour an diesem Tag bewegt sich immer zwischen 4000 m und 5000 m Höhe, ausschließlich off-Road (da oben gibt es keine Straßen mehr). Wir sehen traumhafte Berge und Täler, dazwischen immer wieder eingebettete Lagunen. Am Spätnachmittag steuern wir an der Laguna Colorada unser Quartier für diesen Tag in 4200 m Höhe an. Wir erleben einen schönen Sonnenuntergang und einen gigantischen Sternenhimmel. Bei einem einfachen Abendessen und einem lustigen Kartenspiel (Shit-Head) wächst die Gruppe zusammen. Die Höhe fordert ebenfalls ihren Tribut und gegen 22:00 Uhr liegen wir alle ziemlich dick angezogen in unserem rustikalen und ziemlich kalten Quartier. In dieser Höhe schläft der eine oder andere schon mal schlecht. Julian und ich haben wenig Probleme und schlafen unserem 2. Tag entgegen.

La Paz / Bolivien 23.2.

Wir sind vor kurzem in La Paz (MEZ 23:30) angekommen und staunen erstmal ueber eine Stadt auf rund 3600 – 4000 m Hoehe umrahmt von riesigen Bergen. Morgen goennen wir uns einen Tag fuer Ausschlafen, Waesche, persoenliche Pflege etc. Wir verlassen La Paz erst am Sonntag in Richtung Cuzo / Peru.

Ich werde die Zeit morgen nuetzen und ausfuehrlich ueber unsere spannenden Tage in Bolivien berichten.

Saludos amigos.

FOTOS aktuell 19.2.

!!! Aufgrund von Update-Problemen auf Julians Blog, hab ich mir mal die Freiheit genommen und die bilder hierhochgeladen, so dass ihr alle sehen könnt was die beiden machen.!!!
Mirjam

Cerro Toco 5619 m 19.2.

Einen Andengipfel wollten wir auf jeden Fall erobern. Also waren wir heute mit einem Guide auf dem Toco ungefähr 2 Autostunden von San Pedro entfernt liegt dieser Bergriese neben einer ganzen Reihe weiterer 5000er Da überraschenderweise sehr viel Schnee im steilsten Teil des Aufstiegs lag, war es eine ziemliche Schinderei. Unsere Höhenanpassung ist schon ganz gut aber natürlich noch nicht ausreichend für eine Höhe über 5000m. Mit leichtem Doping in Form von Kokablättern haben wir etwas nachgeholfen, gibt es hier an jeder Ecke, wie bei uns Brezeln. Für Julian war es eine echte Premiere über 5000 m. Leider hatten wir am Gipfel heftiges Schneegestöber so daß wir die Gipfelbrotzeit ausfallen haben lassen. Runter ging es richtig schnell auf unseren Allerwertesten als Schlittenersatz. Fazit des Tages: Vater und Sohn sind mächtig stolz und haben sich wieder einen gemeinsamen Wunsch erfüllt. Morgen geht es zeitig nach Bolivien und zwei Tage sehr rustikal mit einem Jeep zum Salar de Uyuni, dem größten Salzsee der Erde. Unsere Lesergemeinde muss vermutlich einige Tage ohne Post auskommen. Wenn wir wieder online sind dann melden wir uns natürlich.

San Pedro de Atacama 18.2.

Lange Schlafen, ruhiger Tagesverlauf, ein paar Vorbereitungen für den morgigen Bergtag. Gegen 17:00 Uhr mit Fahrrädern ins „Valle de la Muerte“ geradelt. Ein kraftraubender Anstieg auf eine riesige Sanddüne und eine Mond- bzw. Marslandschaft bestaunt. Julian kann das „Sandboard“ von einigen Travellern nutzen und eine Abfahrt probieren. Da bleibt viel Sand am Körper. In den Sonnenuntergang hineingeradelt. Tolle Stimmung in der abendlichen Wüste und gigantische Farbspiele, fast schon ein wenig surreal aber doch echt.