25.05. Dieppe (786 km)

Freitag: 15:00 Uhr – Vor wenigen Minuten haben die Radler den Strand von Dieppe erreicht. Wir sind stolz und zufrieden Frankreich durchquert zu haben.
Rückblick zu gestern: Es war in der Tat ein langer Radtag mit vielen Kilometern aus der Champagne heraus und quer durch die Picardie, bei herrlichem Sonnenschein. Am Ende hatten sich im stetigen Auf und Ab dann rund 1300 Höhenmeter angesammelt. Berthold und Franzl haben sich zum Abend hin selbst übertroffen und ein wunderbares Quartier mitten in der „Pampa“ gefunden. Ein „Chambre d’Hôte“ der Extraklasse. Wir hatten einen herrlichen Tagesausklang im Garten des Anwesen bei bester Stimmung, gutem Essen und gutem Wein. Ein Tag wie wir ihn uns wohl alle vorgestellt hatten.

Heute Morgen haben wir diese Residenz gegen 8:30 Uhr verlassen (das ist unsere übliche Startzeit), exzellente Wetterbedingungen und die Aussicht am Nachmittag den Atlantik bei Dieppe zu erreichen, haben uns Radfahrer beflügelt. Wir haben es geschafft vor unserem Betreuergespann am ve reinbarten Mittagstreff in Neufchâtel-en-Bray in der Normandie zu sein. Bei zunehmender Hitze ging es nach einem rustikalen Mittagessen auf die letzten Kilometer in die Hafenstadt Dieppe an der Alabasterküste der Normandie. Der größte Teil des Nachmittags diente dem Relaxen und einem kurzen Seepromenaden- und Stadtbummel. Vorhin haben wir uns dann an den Köstlichkeiten des Meeres gelabt.
Morgen heißt es „früh aufstehen“, wir müssen um 5 Uhr an der Fähre nach Newhaven sein. Gegen 9 Uhr werden wir die britische Insel erreichen und uns dann auf die letzte Radetappe nach Chichester zu unseren englischen Freunden machen. Bis morgen beste Grüße vom „Rotarischen Wallfahrt-Team“.

24.05. Puits-la-Vallée (682 km)

Heute war unser längster Tag. Nach 180 km sind wir gegen 20:00 Uhr mitten in der Picardie vom Rad gestiegen. Übernachtung in einem malerischen Bauernhof. Internetanbindung eingeschränkt. Weitere Details und Bilder dann morgen Abend aus Dieppe. Das komplette Team erlebt täglich Neues und hat viel Freude an unserem Trip.
Morgen sehen wir das Meer !!

23.05. Epernay (502 km)

Der oft kritische 4. Tag führte uns von Bar-le-Duc (bei leichtem Nieseln) durch Lothringen hinüber in die Region Champagne-Ardennes. Aus BLD hinaus begleitete uns Philip Veche mit seinem Auto, damit wir auch den richtigen Weg einschlagen konnten. Die Beine waren gut und so rollten wir bei relativ flachem Gelände flott durch die französische Landschaft. Mittlerweile sind wir als Dreier-Team auf den Rädern exzellent eingespielt und merken sofort wenn der Rhythmus gestört wird. Michael hat ein leichtes Knacken im Tretlager, wenn es nicht schlimmer wird können wir das bis Chichester akzeptieren.
Mit gutem Tempo erreichten wir Vitry-le-Francois, wo wir wieder mitten auf dem Marktplatz von unseren Begleitern hervorragend versorgt wurden. Franzl zauberte sogar frischen Espresso aus der nahegelegenen Bar herbei. Als Mittagstreff hatten wir Chalons-en-Champagne verabredet und dort gönnten wir uns ein kräftiges Mittagessen in einem urigen französischen Restaurant. Plötzlich war auch die Sonne wieder da und wir machten uns auf den Weg nach Epernay. Beim Verlassen von Chalons überholte uns eine Radpsportgruppe und wir schlossen uns an diese, doch eher sehr professionell wirkenden Fahrer, an. Die Folge war ein Höllenritt über 20 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von weit über 30 km/h. Mit gut 120 km in den Beinen beendeten wir den Radtag in Epernay, mitten in der wunderschönen Landschaft der Champagne. Ein nette Champagnerprobe und eiin gutes Abendessen rundeten diesen Radtag ganz prima ab. Morgen stehen uns etwa 140 anspruchsvolle Kilometer in Richtung Norden bevor. Stimmung und Kondition beim gesamten Team weiterhin auf hohem Niveau.

22.05. Bar-le-Duc (380 km)

In der vergangenen Nacht gab es ein maximales Unwetter in Lothringen. Vor unseren Fenstern in Pont-a-Mousson hat es nur so gerauscht. Am Morgen war der Spuk dann vorbei, allerdings hingen die wasserschweren Wolken bis auf 300m herab. Zum Frühstück hatte uns Franzl eine geniale Erdbeertorte organisiert und so machten wir uns ziemlich satt auf den Weg zum ersten Zwischenziel nach Bar-le-Duc. Begeistert waren wir auch von dem heutigen Artikel im Main-Echo zu unserer Tour, welchen uns Michael auf seiner IPad-App zeigen konnnte. Nachdem wir gestern gut vorgearbeitet hatten liessen wir es „geruhsam“ angehen und radelten durch den Naturpark Lorraine. Am Ende hatten wir dann auch wieder fast 700 Höhenmeter auf der Uhr. Das Highlight unterwegs in einem namenlosen und ziemlich tristen Dorf in Lothringen war der Kaffeestopp. Berthold hatte einen Franzosen überzeugt, dass er für uns einen Kaffee kochen sollte und das hat perfekt geklappt (und der Kaffee war auch noch wirklich gut). An etlichen Soldatenfriedhöfen vorbei sind wir dann nach Bar-le-Duc geradelt und wurden dort wieder von unseren Betreuern kreativ überrascht.
In einer „Sportsbar“ gab es frisch gebackene Quiches für uns und vor allem die nötige Wärme, da es zwar den Tag über trocken blieb aber auf rund 380 m Höhe dann doch etwas frisch wurde.
Am Abend das Treffen mit unseren französischen Freunden in herzlicher Atmosphäre bei einem Abendessen und dem Austausch gegenseitiger Geschenke. Berthold und Franzl liessen es sich nicht nehmen auch eine kleine Siegerehrung durchzuführen, bei welcher wir „Aktiven“ entsprechend gewürdigt wurden. Ein echter rotarischer Freundschaftsabend ist soeben zu Ende gegangen. Ab morgen liegen nun rund 400 km vor uns bis nach Dieppe an die Kanalfähre. Betreuer und Fahrer sind gut drauf, ein exzellenter Teamgeist ist enstanden und die Freude auf quasi die „2. Halbzeit“ ist bei allen Beteiligten groß. Danke auch an die „Heimatfront“ für die lieben Kommentare !

21.05. Pont-à-Mousson (300 km)

Der Wetterbericht hatte heute Regen angekündigt, der Reisesegen von Pfarrer Hartlaub hat uns begünstigt und wir blieben die ganzen 175 km trocken. Bereits am frühen Nachmittag passierten wir hinter Saarbrücken die französische Grenze und rollten quer durch das Département Moselle in Richtung Westen. Zu unserer Überraschung bot die Region einiges an Höhenmetern, so dass am Ende des Tages kumuliert über 1000m auf unseren Höhenmessern abzulesen waren. Unsere beiden Betreuer haben sich heute selbst übertroffen und uns in Sankt Ingbert auf dem Marktplatz ein gigantisches Mittagsmenü serviert. Später überraschten sie uns mitten in Lothringen mit einem leckeren Nachmittags-Snack. Danke Franzl und Berthold ihr seid einfach Klasse.