SAN ROQUE (Cádiz) Km-Stand: 136

Nach 106 km bin ich heute Nachmittag in San Roque gelandet. Warum in San Roque, werde ich gleich erklaeren. Nachdem die ersten 30 km von Fuengirola nach Marbella eine Hoellentour waren, auf einer autobahnaehnlichen Kuestenstrasse mit maximalem Verkehr, wurde es ab Marbella immer besser. Irgendwann tauchten die Felsen von Gibraltar am Horizont auf und auch ein bisschen Afrika war zu sehen. Das Wetter ist genial, so um die 23 Grad dazu hatte ich ab Estepona leichten Schiebewind. Herz was willst du mehr.

Also das mit San Roque hat sich gestern Frueh noch kurz vor der Abreise ergeben. Der Vater des kuenftigen Schwiegersohnes von Werner Krass (Hochzeit am 22.5.2010) ist der Buergermeister hier in San Roque, einem malerischen Ort mit Blick auf die Felsen von Gibraltar. Und wie der Werner halt ist hat er das ganz schnell mit seinem Schwiegersohn arrangiert und ich kann heute und morgen hier in San Roque bei der supernetten Gastfamilie Palma wohnen. Bilder dazu folgen in Kuerze. Morgen werde ich meine 22 kg Gepaeck hier lassen und mir Gibraltar und Algeciras mit meinem „Leichtrad“ erschliessen. Am Donnerstag startet dann die Tour endgueltig.

Entlang der Costa del Sol

Die erste Nacht habe ich in Fuengirola verbracht, etwa 30 km südwestlich von Málaga. Heute Morgen bin ich um 7:30 Uhr auf dem Rad gesessen. Eine ziemliche Höllenfahrt bis hier jetzt kurz hinter Marbella. Dies mal als Kurzeintrag, die Bar in der ich eine Kaffeepause eingelegt habe hat offenes Wi-Fi da konnte ich nicht widerstehen. Demnächst mehr

Der letzte Tag in Goldbach

Alle Vorbereitungen sind erledigt, das Rad ist verpackt und die Satteltaschen gefüllt. Die Aschewolke gibt zumindest für den morgigen Montag Ruhe, so dass einer planmäßigen Abreise nach Málaga nichts mehr im Wege steht. Die widerstreitenden Anziehungskräfte zwischen Heimat und Abenteuer sind schon spürbar und meine Aufregung nimmt zu.

SYLT 26.04.2010 bis 02.05.2010

Eine Woche relaxen und mental vorbereiten auf die Radtour. Marion ist am Sonntag (25.4.) in Hamburg Marathon gelaufen und Montag sind wir dann weiter nach Sylt und haben uns eine Woche die rauhe Luft um die Nase wehen lassen. Zwei Wochen noch dann geht der Flieger nach Spanien und meine Tour beginnt.

4. Tag 15. April 2010

Ulm – Leipheim – Günzburg – Gundelfingen – Lauingen – Dillingen – Höchstädt – Blindheim – Donauwörth = 103 km

Ankunft: ca. 16:00 Uhr

Wetter: trocken, kurzzeitig Sonne / 8 – 10 Grad (zu kalt)


Nach einem Coffe-Shop-Frühstück mit meinem Sohn radle ich entlang der Donau Richtung Donauwörth. Leider ist der Donauradweg hier nicht wirklich an der Donau entlanggeführt. Ich entscheide mich frühzeitig die Tour heute in Donauwörth zu beenden und mit dem Zug nach Aschaffenburg zurückzukehren. Kurz hinter Günzburg rutsche ich auf einem Naturweg bergab mit dem Hinterrad weg und lege mich richtig schön hin, gottseidank ohne Schaden für Mensch und Maschine.

Um 16:00 Uhr sitze ich im Zug und fahre über Treuchtlingen und Würzburg zurück in die Heimat. Um 20:00 Uhr rolle ich in Goldbach vor das Garagentor.

Fazit:

Gute 3 1/2 Tage auf dem Rad und 380 km mit rund 2500 Höhenmeter sind bewältigt. Material ist gut, einige Ergänzungen sind notwendig (z.B. Regenhose und Überschuhe). Kondition ist ausbaubar. Vor dem Start am 17.5. sollte ich noch 200 – 300 km an Tagestouren (auch mal unter Volllast) fahren.