Wir haben unseren Sonntag wie die Mehrzahl der Porteños locker und entspannt verbracht. Einige Stunden haben wir uns im Stadtteil San Telmo das Treiben auf diesem gewaltigen Flohmarkt angesehen und dabei auch die Tangodarbietungen beklatscht. Ausgeklungen ist der Nachmittag in einem der unzähligen Parks. Nachher gönnen wir uns nochmal ein Steak in einem der vielen Parillas in der Stadt. Montag am Spätnachmittag verlassen wir BA und fahren mit einem Überlandbus ca. 1000 km nach Westen. Ziel ist Mendoza im Herzen des Weinbaugebietes mit den Anden schon in Sichtweite.
Montevideo kommt uns nach Buenos Aires ein bisschen verschlafen und fast kleinstädtisch vor. Unsere „low budget-Unterkunft“ Hospedaje Centro ist ein südamerikanisches Rattenloch, aber echt spannend. Entschädigt hat uns eine Straßenparade des berühmten Karnevals hier in Montevideo. Unglaublich laut und rythmisch und viel nackte Haut. Nachdem wir die Nacht in unserem Hospedaje ohne größere Schäden überstanden haben war weitere Stadterkundung angesagt. Mit geliehenen Fahrrädern sind wir an der Küste entlang und haben uns die Strände der Stadt angesehen. Jetzt gegen Mitternacht sitzen wir auf der Fähre zurück nach Buenos Aires.
Was wie Band 12 von Karl May klingt ist heute Realität geworden. Ich habe schon als Junge vom Rio de La Plata geträumt. Wir haben Buenos Aires verlassen und sind hinüber nach Uruguay gefahren und am späten Nachmittag angekommen. Drei Stunden auf dem Fluß waren einfach nur gut.
Mit ca. 700 g feinstem Steak und einer guten Flasche Malbec im Bauch haben wir exzellent geschlafen. Heute sind wir dann erstmals mit dem südamerikanischen Tempo in Kontakt gekommen. Die Organisation der Fahrt über den Rio de la Plata nach Montevideo hat uns fast den halben Tag beansprucht. Das wichtigste Wort was man lernen und verinnerlichen muss ist „tranquillo“.
Freitag und Samstag werden wir in Uruguay verbringen um dann noch das Sonntagsflair in Buenos Aires zu genießen. Heute zeigt das Thermometer schon mal deutlich über 30 Grad, das ist für uns winterblasse Europäer dann fast ein wenig anstrengend.
Nach ausgiebigem Schlaf haben wir uns heute rund zehn Stunden B.A. angeguckt. Ein absolutes Muss war die Referenz an Evita an ihrem Mausoleum auf dem Recoleta-Friedhof. Retiro, Palermo, Palermo Viejo und Palermo Hollywood mit U-Bahn, Bus und zu Fuß bei maximalem Sommerwetter. Eine wirklich prickelnde und pulsierende Stadt mit unzähligen schönen Frauen. Ein vorabendlicher Chill-Out in einem der vielen Parks rundete den Tag ab, bevor wir uns gegen 21:00 Uhr in eines der berühmten Steakhäuser begeben werden. Heute sind wir endgültig in Südamerika angekommen.