Heute Vormittag haben wie die nächsten Tage und vor allem den Übergang nach Bolivien gecheckt und klar gemacht.
Am Nachmittag sind wir rund 40 km auf MTBs in die Atacamawüste gefahren und haben das „Valle de Luna“ angesehen. War ziemlich ambitioniert mit den „Leihschinken“ und der doch knapp 2800 m Höhe in der das Tal liegt.
Na ja nach den langen Busfahrten tut das richtig gut. San Pedro wirkt auf mich ein bisschen wie ein internationales Hippiedorf. Wenn ich mal ein paar Ureinwohner ausklammere, dann gehöre ich sicher hier zu den Senioren. Wir haben ein ordentliches Hostel, wobei Chile deutlich teurer ist als die Stationen vorher in Argentinien. Zum Ende unserer dritten Reisewoche machen wir uns am Sonntag dann hinüber nach Bolivien, unserem vierten Land auf dieser Reise.
Nach 12 h Busfahrt haben wir San Pedro de Atacama erreicht. Der Bus musste sich von Salta (1100m) bis auf 4800 m hinaufquälen, bevor es dann durch die Atacama-Wüste nach San Pedro / Chile (2500 m) ging. Umständliche Immigrationsrituale ergänzten diese anstrengende Tagestour. Die Höhe hat bei mir auch ihren Tribut in Form von heftigen Kopfschmerzen gefordert. Die nächsten zwei, drei Tage werden wir einige der vielen sehenswerten Dinge um San Pedro herum machen. Dann denke ich geht es weiter nach Bolivien.
Heute erhielten wir den Ausweisungsbescheid. Wer mehr als 10 kg Rindfleisch und 20 Liter Bier in 14 Tagen verzehrt muss das Land verlassen. Morgen früh um 7 Uhr geht unser Bus nach San Pedro de Atacama in Chile. Don’t cry for us Argentina. Wir haben viel gesehen und erlebt in diesem besuchenswerten Land.
Heute Morgen haben wir uns noch den eindrucksvollen „Cerro de los siete colores“ in Purmamarca angesehen und sind über den ebenfalls sehr farbenprächtigen Indiomarkt gebummelt. Nochmal ca. 60 km weiter in Richtung Bolivien liegt Humahuaca (knapp 3000m hoch) ein wichtiger Schlachtenort in den argentinischen Befreiungskämpfen gegen die Spanier. Gigantische Felsformationen umrahmen diesen malerischen Ort. Die Menschen in den engen Gassen sind meist indianischen Ursprungs und bieten ein malerisches, sehr buntes Bild.
Zum Abend hin sind wir nach Salta zurückgefahren, wo wir uns den Mittwoch als Ruhetag vorgenommen haben, bevor wir dann am 16.2. Argentinien über den Jama-Pass (4800 m) nach Chile verlassen werden.
Ein grandioser Tag. Rund 350 km von Salta aus mit einem Leihwagen in die Berge. Malerische Schluchten, Off-Road-Pisten und viel Sand. In einer gigantischen Wüste auf rund 3700 m Höhe sind wir fast alleine unterwegs gewesen. Mittendrin haben wir eine Australierin mit ihrem Bike getroffen, sie ist seit 14 Monaten alleine unterwegs, Startpunkt San Francisco. Ich konnte mich vor Ehrfurcht garnicht mehr einkriegen. Später sind wir noch auf einem riesigen Salzsee umhergewandert, bevor wir dann auf 4170 m Höhe einen Pass überquert haben und nach einer sagenhaften Abfahrt 2000 m tiefer in Purmamarca gelandet sind. Ein Tag voll unendlicher Eindrücke geht zu Ende, wir gehen jetzt noch mit einem Pärchen aus London, die wir am Salzsee getroffen hatten Abendessen.