Blogpause bis 22.6.2018

Ich melde mich ab 23.6. wieder – dann auf dem Weg nach San Francisco.

Mit meiner Ankunft in Victoria geht mein Radtrip Alaska – Kanada quasi zu Ende.

Habe heute morgen die erste Halbzeit des Deutschlands-Spiels im Hotel geguckt.

Auf ruhigen Nebenstraßen bin ich nach Mill Bay gefahren – mit der Fähre nach Brentwood und 20 km später war ich in Downtown Victoria.

Da ist am heutigen Sonntag, zum einen Fathers Day zum anderen aber auch ein mittelgroßes Stadtfest.

Marion, Julian und Lorrana habe ich kurze Zeit später getroffen. Die nächsten Tage ist wieder Radpause, bevor es Ende der kommenden Woche auf den letzten Abschnitt nach San Francisco geht.

Victoria ist uns ja nicht fremd, waren wir in den letzten Jahren schon einige Male hier.

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Traumhaftes Wetter – der wärmste Tag des Jahres auf Vancouver Island war vorhergesagt.

Marion und Julian fahren nach dem Frühstück direkt nach Victoria. 150 km sind mir zu viel, so daß ich noch einen Stopp einbaue. Ich fahre mit dem Daypack wie gestern.

Es ist heute eine Mischung aus TransCanada Highway (mit irrem Verkehr) und einsamen Nebenstraßen. Ich habe den Tag über die Rad-App Komoot routen lassen. Gefühlt habe ich jeden Buckel zwischen Parksville und Duncan mitgenommen. Die Landschaft hier im südlichen Teil von Vancouver Island ist allerliebst, so ein bisschen „Allgäu am Meer“.

Am Ende wurde es dann richtig stressig, da mir alle Wunschadressen ein freundliches „fully booked“ entgegneten.

Nach ca. 10 Anrufen ging die Tür auf, ist zwar ein klassisches Motel nicht allzuweit vom Highway entfernt, aber okay. Glück gehabt, beim Einchecken erzählt mir der Typ, dass er just ein paar Minuten vor meinem Anruf ein Storno bekommen hat, ansonsten ist die Bude auch ausgebucht.

Morgen Nachmittag werde ich in Victoria eintreffen, dann ist quasi mein Kanada-Teil dieser Tour abgeschlossen.

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Eine tolle Location hatte Julian hier in Campbell River gebucht. Ein gutes Frühstück auf der Sonnenterrasse und exzellentes Bikewetter.

Zum ersten Mal auf dieser Tour ganztägig in kurzer Hose und kurzärmeligem Trikot. Ein Genuss, dazu nur 1 bis 2 Kilo Daypack am Rad – das war wie Fliegen.

Der Mittelteil hier auf Vancouver Island ist total lieblich, sehr viel Grün und ganz viele Blumen und Blüten. Immer wieder durchfahre ich kleine Ortschaften und hat jeder Ecke gibt es Kaffee und etwas zu Essen. Der totale Gegensatz zu manchen Tagen in den letzten Wochen.

Mehr als zwei Drittel der Strecke ging es mehr oder weniger unmittelbar an der Strait of Georgia entlang, zwar nicht das offene Meer, aber ein riesiges Inlet. Marion und Julian holen mich nach 80 km ein -Zeit für eine Kaffeepause.

Also insgesamt ein perfekter Radtag, der jetzt in Parksville im Beachclub Resort endet und sicher von einem leckeren Abendessen gekrönt wird.

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Eine große Herausforderung – wenn ich Marion und Julian heute in die Arme nehmen möchte – dann muß ich 160 km und rund 1500 Höhenmeter fahren.

Insofern war ich nicht böse, dass irgendwelche Vögel heute morgen gegen 5:00 Uhr auf meinem Zelt herumgeturnt sind.

Gottseidank war die Nacht ohne Regen, also alles eingepackt, kleines Notfrühstück (Tee und Cracker) und um 6:00 Uhr auf die Piste.

In 30 km kommt der Ort Woss (250 Ew.) da gibt es eine Tankstelle und es soll auch ein Lokal geben.

So war es auch, allerdings macht das Lokal, eher Spelunke, erst um 11 Uhr auf. Also Kaffee und Muffin an der Tanke, die erste Enttäuschung des Tages, hatte ich doch die Phantasie von zwei Spiegeleiern mit Bacon und Toast. Mal sehen wie es weitergeht.

Ja in der Tat es wurde der erwartete harte Radtag – aber wenn die Familie keine Motivation ist was dann.

Kurz nach acht Uhr war ich in der Painters Lodge in Campbell River und konnte meine Lieben in die Arme nehmen. Klar dass es viel zu erzählen gab an diesem Abend.

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